Ziele und Projektstruktur

Im GEOSTOR-Projekt wird untersucht, ob und wie es möglich ist, Kohlendioxid (CO2) im Millionen-Tonnen-Maßstab unter Einhaltung hoher Umweltstandards im Arbeitsgebiet A sicher zu speichern.

In der zweiten Projektphase werden dazu die folgenden Zielsetzungen verfolgt:

• Vorbereitung eines industriellen CO2-Speicherprojekts im GEOSTOR-Arbeitsgebiet A

• Untersuchung und Bewertung der standortspezifischen Umweltrisiken

• Entwicklung von Technologien und Strategien zur Überwachung eines zukünftigen CO2-Speichers im Arbeitsgebiet A

• Umfassender Wissenstransfer

In der zweiten Projektphase werden die Arbeiten in drei wissenschaftlichen Teilprojekten (TP1–3) durchgeführt. Ergänzt werden diese durch ein viertes Teilprojekt (TP4), in dem die Projektkoordination sowie der Wissenstransfer verankert sind.

Die drei wissenschaftlichen Teilprojekte verfolgen die folgenden Arbeitsziele:

TP1: Baseline-Studie

• Untersuchung der Biodiversität und funktionellen Diversität benthischer Endo- und Epifauna-Gemeinschaften im Arbeitsgebiet A (geographisch, saisonal, Rote Liste und invasive Arten)

• Untersuchung der natürlichen und induzierten Seismizität in der Deutschen Bucht (Häufigkeit, Herdmechanismus und Magnituden, Zeit- und Herdfunktion von Erdbeben)

• Aufnahme der natürlichen Mikroseismizität im Arbeitsgebiet A (Sensor-Einsatz und Test)

• Untersuchung möglicher Erdgas- und Formationswasser-Freisetzungen am Meeresboden im Arbeitsgebiet A (alte Bohrung, Störungszonen)

• Aufbau eines umfassenden Geographischen Informationssystem (GIS) für das Arbeitsgebiet A

TP2: Untersuchung und Bewertung der Umweltrisiken

• Charakterisierung der Sensitivität von benthischen Organismen gegenüber CO2– und Formationswasser-Leckagen

• Abschätzung der Wahrscheinlichkeit, Herdmechanismen und Magnitude von induzierten Erdbeben

• Vertiefte Untersuchung der Auswirkungen von induzierten Erdbeben auf Windparks und Infrastrukturen

• Modellbasierte Abschätzung möglicher Leckageraten entlang von Bohrungen und Störungszonen

• Ableitung Risiko-minimierender Injektionsschemata und Testen von hydraulischen Interventionsmaßnahmen

• Experimentelle Untersuchung zur CO2– und Formationswasser-Leckage

• Entwicklung von Vorschlägen für Grenzwerte zum erlaubten Druckanstieg, zur induzierten Seismizität und den Leckageraten

• Anfertigung eines Scoping Berichts für eine spätere Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

TP3: Technologien und Strategien zur Speicherüberwachung

• Entwicklung, Bau und Einsatz von seismischen Sensoren zur Aufnahme der Mikroseismizität im Untergrund

• Abschätzung der Detektionsschwelle für Seismizität im Arbeitsgebiet A

• Erarbeitung eines Konzepts für die Echtzeit-Datenübertragung

• Entwicklung einer Monitoring-Strategie für die CO2-Speicherung im Arbeitsgebiet A